EU will Einheits-Saatgut vorschreiben

Die EU plant ein Register einzuführen in dem amtlich zugelassene Saatgüter ausgewiesen sind. Nach der Einführung wird es strafbar sein, andere als die zugelassenen Saatgüter zu besitzen und zu verkaufen. Auch im privaten Garten!

Umwelt- und Verbraucherorganisationen laufen Sturm und warnen vor einem Aussterben alter und seltener Saatgüter. Private Zucht und Austausch wie es momentan noch üblich ist, wird danach nicht mehr möglich sein. Die bürokratischen Hürden für eine Registrierung sind einfach zu hoch.
Dieses Register ist ein Schritt in Richtung Saatgutkartell der großen Lebensmittelkonzerne, die alles dafür tun die völlige Kontrolle über unsere Lebensmittel zuerlangen. Einer der größten und umstrittesten Konzerne in diesem entmündigenden und schmutzigen Spiel ist der Monsanto-Konzern (mehr dazu gibts im Film Food Inc.).

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/04/23/eu-will-anbau-von-obst-und-gemuese-in-gaerten-verbieten/

Es ist schon erschreckend wie lautlos und effektiv einige wenige Konzerne das Leben von so vielen Menschen nachhaltig verändern wollen und auf dem besten Weg sind, dies in die Tat umzusetzen. Wenn wir uns nicht dagegen wehren, nicht selbst aktiv werden und nicht anfangen unseren Konsum von Lebensmitteln zu ändern, dann enden wir irgendwann wie die Amerikaner…https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10151326878746160&set=a.10150173705776160.304007.73304591159&type=1&theater

Also, werdet aktiv und gibt eure Stimme für die Freiheit der Vielfalt. Jetzt!
http://www.global2000.at/site/de/aktivitaeten/lebensmittel/freiheitvielfalt/article-saatgutingefahr.htm

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Nahrungsergänzungsmittel – sinnvolle Ergänzung oder Gesundheitsrisiko?

Geht man durch einige Drogeriemärkte findet man ganze Regale mit Nahrungsergänzungsmitteln. Dort werden sämtliche Vitamine und andere wichtige Nahrungsinhaltsstoffe wie Calcium oder Omega-3-Fettsäuren angeboten. Aber sind diese Produkte eine tatsächliche Ergänzung oder gar Ersatz für unsere tägliche Ernährung? Eine klare Antwort lässt sich hierauf nicht geben. Allerdings wirken beispielsweise Omega-3-Fettsäurepräparate nicht. Sie werden eingenommen als Ersatz für Fischprodukte zur Stärkung des Herzkreislaufsystems. Eine bis zwei Seefischmahlzeiten in der Woche reichen hingegen aus, um unseren notwendigen Bedarf an diesen Fettsäuren zu decken.
Andere Stoffe wie beispielsweise Calcium-Tabletten haben im Gegensatz eine Wirkung. Nur ist diese oftmals schädigender Natur. Personen die Calciumpräparate einnehmen haben ein bis zu 30% höheres Risiko einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Der Grund hierfür ist die hohe Konzentration, die zu einer Ablagerung des Calciums in den Blutgefäßen führen kann. Calcium kann problemlos über die Nahrung aufgenommen werden, Milch, Käse und Michlprodukte, aber auch Gemüse wie Fenchel, Lauch und Brokoli enthalten alle ausreichend Calcium um den Tagesbedarf von 1000mg Calcium zu decken. Manche Mineralwasser enthalten sogar 400-500mg/l Calcium.
Nachzusehen gibt es das hier:
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/visite/media/visite8315.html

Diese Tatsachen über Nahrungsergänzungsmittel sind einerseits überraschend. Nimmt man doch eigentlich nichts anderes zu sich als Nährstoffe, die auch in unseren Lebensmitteln enthalten sind. Andererseits bewahrheitet sich auch hier der Satz von Paracelsus: „Allein die Menge macht das Gift“.
Es zeigt sich also, dass wir versuchen sollten unseren täglichen Bedarf an Nährstoffen über natürliche Lebensmittel zudecken und uns nicht einreden lassen sollten von den Herstellern dieser Produkte, dass wir sie benötigen und sie sogar gut für uns sind. Zumindestens sollten wir hinterfragen, was denn die tatsächlichen Wirkungen dieser Produkte sind.

Warum wir Schweine, aber keine Golden Retriever essen!

Mit dieser Frage setzt sich die amerikanische Psychologie- und Soziologie Professorin Melanie Joy auseinander. Sie erklärt in einem Interview mit Süddeutsche.de welche psychologischen Mechanismen die Antwort auf diese Frage geben.
Dieses Thema ist auch deswegen so interessant, weil es m.E. die Absurdität in dem aktuellen Pferdefleischskandal offen legt.
Ich sehe mich selbst nicht als jemanden, der mit erhobenem Zeigefinger den Menschen verbieten oder vorschreiben will, was sie zu essen oder eben auch nicht zu essen haben. Mein Ziel ist es, dass sich unsere Gesellschaft bewusst wird, was sie tut. Dass sie merkt, was eigentlich passiert, was sie für Lebensmittel konsumiert und anfängt nachzufragen. In erster Linie bei sich selbst. Will ich das wirklich?
“Die Fleischproduktion ist eine der Hauptursachen für gravierende Umweltprobleme, von der Abholzung bis zum Wasserverbrauch. Hoher Fleischkonsum steht zudem im Verdacht, Krebs, Herzkrankheiten oder Diabetes zu begünstigen.” (siehe hierzu auch folgenen Blogeintrag) Will ich wirklich ein System unterstützen, das mit so anscheinend banalen Praktiken, wie das simple Aufziehen und Schlachten von Tieren, solch komplexe Folgen hat? Selbst wenn man die Umweltaspekte außen vor lässt und sich erneut hinter einem Verteidungsmuster a la “kann ich als einziger eh nicht ändern und betrifft mich nicht” versteckt. So sollte sich jeder einzelne dennoch einmal fragen, wie er oder sie es rechtfertigt, ein Schwein zu essen, aber einen Hund als Familienmitglied zu akzeptieren?
Und selbst, wenn die moralische Frage nicht zum Umdenken führt, dann ist Fleischkonsum immer noch gesundheitsschädlich! Man schadet seinem eigenen Körper! Will man das wirklich?

Melanie Joy spricht von einer bewussten Entscheidung für oder gegen Fleisch. Niemand würde sich vermutlich freiwillig täglich Krankheitsviren injizieren lassen. Aber die meisten Menschen machen nichts anderes.

Auch Sie, während sie gerade diesen Text lesen, haben oder werden mit Sicherheit im Laufe des Tages etwas konsumieren, das diese Maschinerie in Gang hält.
Ich nehme mich da selbst nicht aus. Aber Sie, genauso wie ich, leisten durch das Schreiben und das Lesen dieses Textes einen ganz kleinen Beitrag, damit sich etwas ändert.

Pferde- statt Rindfleisch! Wo ist der Skandal?

Ich habe lange überlegt, ob ich überhaupt etwas zu den aktuellen Berichten über den Fund von Pferdefleisch in einigen Produkten schreiben sollte. Nachdem aber immer neue “Erkenntnisse” bekannt werden und die Breite der Berichterstattung zunimmt, möchte ich doch einmal Stellung zu dem Thema beziehen.

In den vergangenen Wochen habe ich versucht einen Einblick in einen Teil unserer Ernährung zu geben. Einen Teil, der nicht besonders erfreulich ist, über den es sich aber zu berichten lohnt, wie ich finde. Meine Intention war und ist es, ein Bewusstsein für die Lebensmittel zu schaffen, die wir täglich konsumieren oder konsumieren könnten. Umso frustrierter stimmt mich die Berichterstattung über diesen “Skandal”.

Natürlich ist es absolut nicht akzeptabel, dass versucht wird durch günstigeres Fleisch und Verbrauchertäuschung die Kosten zu senken. Genau so etwas wäre ein Thema, das ich hier behandeln würde. Der aktuelle “Skandal” besteht in den Medien allerdings ausschließlich in der Tatsache, dass Produkte, die mit Rindfleisch deklariert waren, Anteile von Pferdefleisch enthalten. In den Pro7 Nachrichten war sogar die Rede von “Ekelfleisch”.

Ich würde mir wünschen, dass das Thema Verbrauchertäuschung und -Gefährdung durch Lebensmittel ganz generell mal thematisiert werden würde. Vor allem in einer Gesellschaft, die Tag für Tag in die Supermärkte rennt und Fertigprodukte und Tiere in Plastikverpackungen kauft, die in Ställen aufwachsen, in denen sie sich gegenseitig anfressen und in ihrem eigenen Kot stehen. Fertigprodukte und diese Zustände finde ich ekelhaft! Es gibt Produkte, die nachweislich gesundheitsschädlich sind. DAS ist ekelhaft! Darüber brauchen wir eine Debatte, über Fertigprodukte und unser Konsumverhalten.
Zumal es ganz gesetzeskonform deklarierte Produkte gibt, die mehrheitlich eine andere Fleischart enthalten, als suggeriert wird.

Der eigentliche Skandal besteht für mich darin, dass demjenigen am meisten Aufmerksamkeit geschenkt wird, der am lautesten “Skandal” schreit und vermutlich viele Menschen sich weiterhin diesen Fertigprodukten hingeben, ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein.

Gerichte nach traditionellem Rezept? Wohl eher Schein als Sein!

“Produkte, die Geschmacksverstärker enthalten, sind für einen Journalisten eine Köstlichkeit oder auch – für alle, die es etwas deftiger mögen – ein gefundenes Fressen.”
Das Magazin Öko-Test hat verschiedene verarbeitete Produkte getestet und kam auf kuriose Kombinationen. Dort gehen Anpreisungen von Qualität und Tradition mit der kompletten Palette an Geschmacksverstärkern einher.
Erschreckend war auch (leider wieder) den Namen des Sternekochs Alfons Schuhbeck zu lesen. “Beste Gulaschgewürze (im Paprika Gulasch Gourmet Fix) sorgen für herzhaften Genuss und einzigartiges Würzvergnügen, lassen Hersteller Fuchs und Sternekoch Alfons Schuhbeck wissen. Wir hoffen aber, dass er den Gästen seines Restaurants dieses Vergnügen vorenthält, denn der verwendete Hefeextrakt würde ihn vermutlich seinen Stern kosten, ist er doch nichts anderes als eine natürliche, glutamathaltige, geschmacksverstärkende Zutat.”

http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=101533;bernr=04;co=

multiresistente Krankenhauskeime? Vitamin B3 hilft!

Eine Forschungsgruppe um die beiden Wissenschaftler Privatdozent Dr. med. Nils Thoennissen und Dr. Pierre Kyme, PhD haben eher zufällig herausgefunden, dass großen Menge des Vitamins B3 (Nicotinamid) bestimmte weiße Blutkörperchen (neutrophilen Granulozyten) stärken, die zur Bekämpfung von schädlichen Mikroorganismen dienen. Dabei kann das Vitamin sowohl präventiv als auch therapeutisch eingesetzt werden.
http://campus.uni-muenster.de/campus-news.html?&newsid=1273&cHash=da6bcaed28ce3958c5117a0cc1f02561

Eine Übersicht des täglichen Bedarfs an Vitamin B3 und welche Lebensmittel wie viel davon enthalten, findet ihr hier.

Nur Zucker ist Zucker?

Leider reicht ein Blick auf die Zutatenliste von Lebensmittel oft nicht aus, um wirklich zu wissen, was das Produkt enthält. So findet man immer häufiger Produkte, die mit einem geringeren Anteil an Zucker beworben werden. Doch wie viel Zucker steckt wirklich in den Produkten? Was genau ist Zucker und wie kann man ihn “versteckt” doch in das Produckt bringen? Dieser kurze Film gibt Aufschluss.
http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2010/1005/007_zucker.jsp
Und noch etwas zum Thema Zucker.
Braucht der Körper eine tägliche Mindestmenge an Zucker? Ist Honig gar gesünder als Zucker? Antworten auf diese Fragen gibt es hier.
Macht Zucker eigentlich süchtig? Es spricht vieles dafür!

Entenleber-Pâté aus Schwein?

Die Firma Lacroix verkauft ein Produkt mit dem wohlklingendem Namen “Entenleber-Pâté mit Sommertrüffeln” und bezeichnet sich selbst als “ein Hauch von Luxus”.
Aber wie viel Luxus steckt wirklich in ihren Produkten? Nun, in der Entenleber-Pâté zumindestens “lediglich 11% Entenfleisch, 2% Entenleber und 0,5% Sommertrüffel”, dafür aber 23% Schweinefleisch.
Verbraucher, die kein Schwein essen möchten oder einfach hauptsächlich Entenleber erwarten wie es der Name suggeriert, werden hier vorsätzlich getäuscht!
http://www.lebensmittelklarheit.de/cps/rde/xchg/lebensmittelklarheit/hs.xsl/5462.htm

Ein zweiter Blick lohnt sich

Ich habe schon häufiger daraufhingewiesen, dass man sich genau durchlesen sollte, was die Lebensmittel eigentlich enthalten. Beispielsweise produziert Alnatura ein Öl, dass die Bezeichnung “Omega-3-Öl nativ” trägt. Der Verbraucher geht davon aus, dass er ein Öl kauft, das besonders viel Omega-3 Fettsäuren enthält. Allerdings “Im Vergleich zu Leinöl beträgt der Gehalt nur etwa ein Fünftel. Auch im Vergleich zu reinem Rapsöl liegt die Menge an Omega-3-Fettsäuren nur geringfügig höher.” informieren die Verbraucherzentralen. Ein zweiter Blick und ein Vergleich verschiedener Produkte lohnt sich also immer.

http://www.lebensmittelklarheit.de/cps/rde/xchg/lebensmittelklarheit/hs.xsl/5116.htm